Archiv für April 2013

Luci: Ich habe nicht die leiseste Ahnung …..   Leave a comment

Luci Lucius .....

Luci Lucius …..um es gleich vorweg zu nehmen..

Ich habe nicht die leiseste Ahnung von der Rennfahrerei. Warum ich Euer Blog trotzdem von Anfang an verfolge? Ganz einfach: Ich habe großen Respekt vor Eurem Vorhaben, das Ihr gegen alle Widrigkeiten verteidigt. Angefangen mit einem total verdreckten Auto. Allein die Bilder aus Rottleben lassen mich zum virtuellen Schwamm greifen. Würde ich mich da jemals ‚rein setzen? Nur unter Androhung von Strafe. Andererseits, so sicher durch den Schlamm zu brausen, ist eine durchaus reizvolle Idee.

Dann die Sache mit den Namen. Wieso bekommen Eure Autos Namen? Fahren sie sich mit persönlicher Ansprache besser, schneller, …? Oh, und sagt mir jetzt nicht, dass sich die Karre leichter aus dem Dreck ziehen lässt, wenn man sie „anspricht“. Dass Ihr abwechselnd über das gleiche Thema schreibt, finde ich ausgesprochen ansprechend. So muss sich ein Psychologe bei der Paartherapie fühlen: Erst beide Seiten hören bzw. lesen und sich somit einen Gesamteindruck verschaffen. Am besten gefällt mir jedoch der sportliche Aspekt, um nicht zu sagen, die spielerische Seite. Schafft Ihr es wirklich, in 15 Minuten solche Texte zu produzieren? Das fände ich recht ungewöhnlich, doch ich könnte mir vorstellen, welche Perspektive sich damit nach dem Ausstieg aus dem Rennfahrerzirkus für Euch eröffnet.

SIEGfried bekommt sein peeling

SIEGfried im Erd-Rausch

Wie fühlt es sich eigentlich an, Icey, wenn man stundenlang in voller Montur und mit einem schweren (?) Helm durch die Botanik oder, noch schlimmer, durch Sandwüsten düst? Verrutscht da nicht die Frisur? Keine Lust auf eine frische Dusche, während Ihr Unmengen von Staub aufwirbelt? Keine Angst vor platten Haaren, Luigi? Das finde ich mindestens genau so mutig, wie ungewollt im Graben zu landen, durch die unbekannte Walachei zu gondeln oder auf dem Roten Platz zu landen (nein, ich glaube, es war der Start). Was aber ist schön daran, zu bibbern, ob das Auto rechtzeitig aus der Werkstatt kommt, den Papierkrempel abzuarbeiten, auf das Gewicht des Autos zu achten (vom eigenen ‚mal ganz abgesehen), mit überhitztem Kühler in der Steppe zu stehen oder andere ausgewählte Katastrophen zu erleben? Für die Antwort auf diese Frage, brauche ich mir nur die schönen Fotos von Euch im Blog anzusehen. Ihr strahlt darauf genau das aus, was kein Wort, kein Satz in Gänze zu vermitteln vermag: unbändige Freude an einem Sport, von dem ich keine Ahnung habe. In diesem Sinne: Viel Erfolg im nächsten Rennen und liebe Grüße Luci

(Ich habe Luci, eine gute Freundin aus Abiturzeiten, gebeten einen Gastblog hier zu schreiben. Und ich hatte ihn mir für schwere Zeiten aufgehoben. Und die Zeiten sind schwer, weil wir schon wieder nicht fahren können. Darüber wird auch noch ausführlich berichtet werden. Jedenfalls ist heute ein schwerer Tag, weil wir nicht in Holland antreten können und damit fast alle Chancen auf eine Medaille in den Tulpenfeldern untergehen ….. aber nur fast… wir kämpfen bald wieder weiter … das sind wir Luci schon schuldig … die glaubt auch an uns.  Text: Luigi)

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Veröffentlicht 18. April 2013 von Luigi in Uncategorized

Iceys Bericht vom Sofa zu Rottleben: Ritt auf der Schmierseife   2 comments

Siegfried wühlt den Acker auf.

Siegfried wühlt den Acker auf.

Ach, du dicke Matschepampe. In Rottleben rottete sich am 6. April die Offroad-Szene zur großen Deutschen Schlammschlacht zusammen. Vom tagelangen Regen und getautem Schnee aufgeweicht und schmierig versprach der Kurs von vornherein spannende Kämpfe beim ersten GORM-Lauf des Jahres. Mit Eis und Ingwer bewaffnet, durfte ich das Gematsche unter der heimischen Bettdecke hockend verfolgen – mal eine ungewohnte Perspektive.

Während ich mit sauberen Fingern Fotos von erdfarben gesprenkelten Boliden im Netz verteilte, wühlten sich Bine und Ingo durch den Ackerboden und das sich immer mehr lichtende Teilnehmerfeld. Bine dürfte sich mit ihrer Trophy-Erfahrung ja fast zu Hause fühlen. Ingo hatte wohl kaum Zeit, sich über sein Befinden klar zu werden. Die zwölf Kilometer lange Strecke lag matschig, aufgeweicht und immer zerfahrener vor ihm – Stunden hoher Konzentration, schmerzender Schultern und marternder Anstrengung.

Navigatorin Bine

Navigatorin Bine

Bines Premiere
Der Prolog lief ganz okay: Premiere für Bine und Ingo. Mal gucken, wie der andere so tickt. 12.04.59 Minuten waren eine solide Rundenzeit, um sich an den neuen Partner und die Strecke heranzutasten. Siegfried spielte mit. Ganz anders als Mike Schütte und Maik Schlacht, die zunächst mit einer Reifenpanne kämpften.

Aufstellung: erste Reihe mit Ralf Berlit zusammen. Siegfried startete gegen 15 Uhr gut in den ersten Wertungslauf. Als zweite hingen sie sich direkt an Berlit heran, verloren aber noch in der ersten Runde den Anschluss. Schlechte Sicht, technische Schwierigkeiten ließen sie kurzzeitig ins Mittelfeld abfallen. Doch während immer mehr Wettkämpfer auf der Strecke blieben, kämpften sich Bine und Ingo wieder nach vorn.

Siegfried nicht fröhlich

Siegfried nicht fröhlich

Materialschlacht
Knapp zwei Stunden nach dem Startschuss musste Berlit wegen Motorschaden aufgeben. Er hatte das Feld mit einem mehrere Kilometer weiten Vorsprung hinter sich gelassen. Bine und Ingo lieferten sich mit Bernd Jäger im VW Bully einen Zweikampf. Siegfried schnaufte erhitzt, hielt aber durch. Dennoch glich das Rennen wieder einer Materialschlacht. Technische Ausfälle und immer wieder fuhren sich Teilnehmer fest. Hinter einem Hang rutschten Bine und Ingo einem fast ins Heck. Puhhhh.

In zwei Wochen ist das nächste Rennen der Holländischen Meisterschaft.   Aber kommt erst mal nach Hause, Jungs…