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Iceys Bericht vom Sofa zu Rottleben: Ritt auf der Schmierseife   2 comments

Siegfried wühlt den Acker auf.

Siegfried wühlt den Acker auf.

Ach, du dicke Matschepampe. In Rottleben rottete sich am 6. April die Offroad-Szene zur großen Deutschen Schlammschlacht zusammen. Vom tagelangen Regen und getautem Schnee aufgeweicht und schmierig versprach der Kurs von vornherein spannende Kämpfe beim ersten GORM-Lauf des Jahres. Mit Eis und Ingwer bewaffnet, durfte ich das Gematsche unter der heimischen Bettdecke hockend verfolgen – mal eine ungewohnte Perspektive.

Während ich mit sauberen Fingern Fotos von erdfarben gesprenkelten Boliden im Netz verteilte, wühlten sich Bine und Ingo durch den Ackerboden und das sich immer mehr lichtende Teilnehmerfeld. Bine dürfte sich mit ihrer Trophy-Erfahrung ja fast zu Hause fühlen. Ingo hatte wohl kaum Zeit, sich über sein Befinden klar zu werden. Die zwölf Kilometer lange Strecke lag matschig, aufgeweicht und immer zerfahrener vor ihm – Stunden hoher Konzentration, schmerzender Schultern und marternder Anstrengung.

Navigatorin Bine

Navigatorin Bine

Bines Premiere
Der Prolog lief ganz okay: Premiere für Bine und Ingo. Mal gucken, wie der andere so tickt. 12.04.59 Minuten waren eine solide Rundenzeit, um sich an den neuen Partner und die Strecke heranzutasten. Siegfried spielte mit. Ganz anders als Mike Schütte und Maik Schlacht, die zunächst mit einer Reifenpanne kämpften.

Aufstellung: erste Reihe mit Ralf Berlit zusammen. Siegfried startete gegen 15 Uhr gut in den ersten Wertungslauf. Als zweite hingen sie sich direkt an Berlit heran, verloren aber noch in der ersten Runde den Anschluss. Schlechte Sicht, technische Schwierigkeiten ließen sie kurzzeitig ins Mittelfeld abfallen. Doch während immer mehr Wettkämpfer auf der Strecke blieben, kämpften sich Bine und Ingo wieder nach vorn.

Siegfried nicht fröhlich

Siegfried nicht fröhlich

Materialschlacht
Knapp zwei Stunden nach dem Startschuss musste Berlit wegen Motorschaden aufgeben. Er hatte das Feld mit einem mehrere Kilometer weiten Vorsprung hinter sich gelassen. Bine und Ingo lieferten sich mit Bernd Jäger im VW Bully einen Zweikampf. Siegfried schnaufte erhitzt, hielt aber durch. Dennoch glich das Rennen wieder einer Materialschlacht. Technische Ausfälle und immer wieder fuhren sich Teilnehmer fest. Hinter einem Hang rutschten Bine und Ingo einem fast ins Heck. Puhhhh.

In zwei Wochen ist das nächste Rennen der Holländischen Meisterschaft.   Aber kommt erst mal nach Hause, Jungs…

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